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Lebensraum: Flechten-Kiefernwald

 


Der 8-Punkt-Kiefernprachtkäfer entwickelt sich in Kiefernstubben.


Flechten sind eine Symbiose aus Algen und Pilzen. Sie schaffen es, auch auf sehr mageren, trockenen Böden zu siedeln. In Hitzeperioden trocknen sie fast völlig aus, wachsen aber einfach weiter, wenn es wieder feucht wird.


Die Raupe des Kiefernschwärmers ernährt sich von den Nadeln der Kiefer.


Doldiges Winterlieb (Chimaphila umbellata)
 

Kiefernwälder auf Sand mit ihren dünnen, stockartigen Bäumen werden in Franken auch “Steggerlaswälder” genannt. Seit dem 14. Jahrhundert förderten die Waldbauern die Kiefer, weil sie auf dem kargen Sandboden gut wuchs und relativ schnell Holz lieferte. In den Kiefernwäldern fällt viel Licht zum Boden, deshalb können hier Arten wie Heidelbeere, Preiselbeere und Besenheide gedeihen. Dazwischen finden sich Seltenheiten wie das Doldige Winterlieb, eine kleine immergrüne Pflanze. Wo der Sandboden besonders trocken und nährstoffarm ist, wachsen nur noch wenige Moos- und Flechten-Arten, die ausgedehnte Teppiche bilden können. Solche Wälder werden Flechten-Kiefernwälder genannt. Unter den Tieren sind Ziegenmelker, Walker und Kiefernprachtkäfer typische Vertreter.